Wer an Kryptowährungen denkt, assoziiert damit meist als erstes das Urgestein des digitalen Geldes: Den Bitcoin. Die Währung gilt als Platzhirsch unter den Kryptos und ist die erste, größte und wichtigste Digitaldevise. Bitcoin allein bringt es auf 1,1 Billionen US-Dollar und macht damit 48 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung aller virtuellen Währungen aus. "Das ist wenig, lag der Bitcoin doch vor nicht allzu langer Zeit noch bei einer Dominanz von mehr als 60 Prozent", sagt der Kölner Finanzmarktexperte Uwe Zimmer. Der Grund: Kryptowährungen stehen derzeit allgemein im Rampenlicht, und Wettbewerber wie Ethereum, Ripple, Binance Coin und Co. holen immens auf. 

"Immer mehr institutionelle Investoren kaufen sich ein. Diese setzen oft auf einen Korb aus Kryptos", erklärt Zimmer den Terraingewinn der alternativen Coins.  Hinzu kommt, dass um sogenannte Non-Fungible Token (NFT) aktuell ein regelrechter Hype ausgebrochen ist. Sie verbriefen das Besitzrecht realer und virtueller Gegenstände oder Kunst und werden zum Großteil mit Ethereum bezahlt. Die alternativen Coins holen also auf. "Aber sie werden den Bitcoin auf absehbare Zeit nicht einholen", sagt Zimmer. Dazu sei das Urgestein zu wichtig. "Bitcoin ist der Goldstandard in einem wilden Krypto-Universum", sagt der Finanzexperte. In dieser Rolle könne er alt, mächtig und weise werden und den jungen Wilden beim Wachsen in aller Seelenruhe zusehen.

Musk pusht Kurse
Insgesamt sind alle Kryptos zusammen rund 2,3 Billionen US-Dollar wert. Die Währungen bewegen sich stark, wenn über sie gesprochen wird. "Das zeigt etwa der Dogecoin", sagt Zimmer. Als Elon Musk sich vor kurzem via Twitter als Fan zu erkennen gab, explodierte der Kurs. Der Tesla-Chef verhalft aber auch Bitcoin bereits zu Kursanstiegen, als er verkündete, dass seine Autofirma die Währung als Barreserven halten werde. (fp)