Die Kurseinbrüche an den Börsen in den vergangenen Jahren nach Ausbruch der globalen Finanzkrise fordern ihren Tribut: Nicht mal jeder sechste deutsche Anleger investiert heutzutage noch in Aktien. Angesichts der niedrigen Zinsen sind festverzinsliche Wertpapiere keine gewinnbringende Alternative. In schwierigen Börsenzeiten gelte es deshalb, sich als Anleger zuerst realistische Gewinnziele zu setzen, sagt Marc-Oliver Lux von der Münchner Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner. 

Sein Rat: Wer höhere Gewinne will, sollte verstärkt auf Aktien setzen, muss sich aber über das höhere Risiko bewusst sein. Dabei sollten Anleger für Investitionen nur Geld verwenden, das sie mindestens fünf Jahre nicht brauchen. Die zweite Regel, auf deren Einhaltung seriöse Berater achten müssen: Anleger sollten "ihren maximal ertragbaren Verlust im Vorfeld fest definieren", sagt Lux. Wer seine Schmerzgrenze nicht kennt, verliert in turbulenten Börsenzeiten mitunter die Nerven und verkauft Wertpapiere mit großem Verlust.

Anleger sollten sich ihrer Schwachstellen bewusst sein
Zu viele Emotionen an der Börse können zu gravierenden Fehlentscheidungen führen – etwa, wenn Anleger Papiere zu früh verkaufen oder zu lang daran festhalten. Deshalb gilt drittens sowohl für Anfänger als auch für Profis: keine Gefühle bei der Wertanlage. Dabei helfen können laut Lux Stoppkurse, die einen automatischen Aktienverkauf auslösen, wenn eine vorher bestimmte Kursschwelle unterschritten wird. (fp)