Eine beliebte Börsenweisheit lautet "Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen". Die Idee hinter dem Zitat, das vom Bankier Carl Mayer von Rothschild stammt,  ist die des antizyklischen Investierens, erklärt Wolfgang Juds, Geschäftsführer der Credo Vermögensmanagement. Anleger versuchen, einen Ertrag zu generieren, in dem sie bei ungünstigen Aussichten investieren und verkaufen, wenn die Mehrheit wieder positiv gestimmt ist. In der Corona-Krise könnte der Wendepunkt bald erreicht sein.

Glaubt man der Börsenregel, dann schlägt die Stunde der Aktien, wenn sich die Ängste der Investoren materialisiert haben. Das ist bald der Fall. "Das wirtschaftliche Leben kommt momentan ziemlich zum Stillstand und die Produktion zum Erliegen", sagt Juds. Sollten die wirtschaftlichen Daten Besserung zeigen, dürften die Aktienkurse deutlich höher stehen als heute.

Blick nach vorne
Investoren sollten bedenken, dass es ein Leben nach Corona gibt. Viele Qualitätsaktien seien derzeit zu Ausverkaufspreisen erhältlich, deshalb "richten wir den Blick nach vorn und nicht zurück", sagt der Vermögensprofi und verweist auf ein Zitat des kanadischen Eishockeyspielers Wayne Gretzky: "Geh dorthin, wo der Puck sein wird. Nicht dahin, wo er war". Auch diese Worte seien heute aktueller denn je. (fp)