Finanzplanung ist nicht so aufwendig, wie manch einer denkt. Voraussetzung dafür ist eine Systematik, um das eigene Vermögen zu strukturieren. Davon ist Marco Richter überzeugt, Geschäftsführer der Münchner Vermögensberatung Wealthpilot. Vier Punkte sind dafür wichtig: Zum einen sollten Anleger eine detaillierte Rechnung über ihre Einnahmen und Ausgaben erstellen. "Am besten zerlegt man die Ausgaben in möglichst viele Einzelposten und führt Buch über ein ganzes Jahr", rät Richter. So entdecke man mögliche Sparpotenziale. Apps seien hierbei eine wertvolle Hilfe.

Zum anderen sollten Anleger Sparziele definieren. Denn Zielen fühlen sie sich verpflichtet – was laut Richter stark motiviert. Dabei sollten die Ziele möglichst konkret sein: "Statt also zu sagen 'Ich möchte mal viel Geld haben.' setzt man sich das Ziel 'In 5 Jahren will ich 20.000 Euro Vermögen aufgebaut haben.'" Im nächsten Schritt gilt es, Bilanz über das eigene Vermögen zu ziehen. Auf die Aktivseite schreiben Anleger, aus was das Vermögen besteht – auf die Passivseite wiederum, woher das Vermögen auf der Aktivseite kommt. 

Anleger mit Finanzplan sind erfolgreicher als ohne
Zuletzt sollten sich Anleger die Struktur ihres Vermögens bewusst machen. Dafür ordnen sie ihre Vermögenswerte nach Anlageklassen – also ob es sich etwa um Aktien oder Immobilien handelt. Auch das Risiko der einzelnen Produkte sollten Anleger dabei beachten. So erkennen sie Klumpenrisiken und das Risikoprofil ihrer Vermögenswerte. (fp)