So griffig viele Geschichten über Starmanager sind: Ruhm alleine sagt nichts über den künftigen Anlageerfolg aus, ist Marc-Oliver Lux von der Vermögensverwaltung Dr. Lux & Präuner in München überzeugt. Selbst über das Können sagt ein berühmter Name wenig aus. "Unter Umständen hatte der 'Guru' einfach nur Glück", sagt Lux. Anleger sollten ihre Strategie daher niemals von einer bestimmten Person abhängig machen.

Das zeigt etwa das Beispiel von Bill Gross. Bond-König, Anleihe-Legende, Investmentguru – für den Fondsmanager gab es einst viele Superlative. "Der Gründer des Anleihenkonzerns Pimco hat sich mit geschickten, pointierten Wetten einen Namen gemacht", sagt Lux. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms im Frühjahr 2013 managte der heute 74-Jährige in seinem Flaggschiff-Fonds Pimco Total Return Bond Fund knapp 300 Milliarden Euro. Dann aber gingen seine Wetten zunehmend schief. Anleger zogen massiv Geld ab, Gross überwarf sich mit Pimco und musste schließlich gehen.

Klare Strategie statt großer Namen
Anleger sollten besser auf Investoren setzen, die nicht vorrangig mit ihrem Namen glänzen, sondern für eine klare Strategie stehen, sagt Lux. Warren Buffett ist in seinen Augen ein solcher Fall. Der Börsen-Altmeister sucht nach zu Unrecht abgestraften, günstigen Firmen. Das "Orakel von Omaha" wird zwar nicht auf ewig die Zügel in der Hand halten. Da Buffetts Strategie aber auch ohne seine Person funktioniert, sollte die Aktie seines Unternehmens Berkshire Hathaway auch in Zukunft solide Renditen bringen, sagt Lux. (fp)