Energie- und Versorger-Aktien sind zuletzt hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben. Noah Barrett, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors, traut den Energie-Aktien aber noch einiges zu. Vor allem der Stromhunger der künstlichen Intelligenz (KI) dürfte die Nachfrage treiben.

Profitieren von Strombedarf
Energie-Unternehmen dürften seiner Ansicht nach gut aufgestellt sein, um eine temporäre Phase niedrigerer Energie-Preise zu überstehen. "Wir gehen davon aus, dass Unternehmen mit jahrzehntelangen kostengünstigen Investitionsmöglichkeiten im Laufe des Zyklus relativ gesehen zu den Gewinnern zählen werden", so Barrett. Langfristig rechnet er mit steigenden Energie-Preisen.

Enormer Bedarf der KI
Versorger dürften vor allem angesichts des enormen Energie-Bedarfs der KI wieder stärker in den Anlegerfokus rücken. Die Nachfrage aus dem KI-Segment – in Kombination mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Gesamtwirtschaft – ist seiner Ansicht nach ein starkes Argument für Investitionen in Versorger, insbesondere in solche, die auf nicht regulierten Strommärkten tätig sind. Regulierte Versorger seien zwar weniger direkt von diesen Trends betroffen, doch sieht er auch bei diesen Aktien Potenzial für höhere Bewertungen. (jh)