Frauen, die ihr Geld anlegen statt zu sparen, haben ein besseres finanzielles und allgemeines Selbstwertgefühl. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management. Dazu hat der Vermögensverwalter rund 4.000 Damen in zehn europäischen Ländern befragen lassen, darunter Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ergebnis: Das Selbstwertgefühl war bei mehr als einem Drittel der Anlegerinnen besonders ausgeprägt (37 Prozent). Bei den Sparerinnen war dagegen nur jede Vierte überdurchschnittlich selbstbewusst (25 Prozent).

Frauen gelten nach wie vor als notorisch börsenscheu. Oft hängen diese Hemmungen mit einer fehlenden Finanzplanung zusammen, offenbart die Studie. Bei den Anlegerinnen haben mehr als drei Viertel der Befragten ihre Finanzen vor dem Investieren durchgeplant (78 Prozent). Bei den Sparerinnen hat nur nahezu jede Zweite eine zumindest ungefähre Vorstellung davon, was ihr erübrigtes Kapital leisten soll (49 Prozent). Sparerinnen und Anlegerinnen blicken auch unterschiedlich zuversichtlich in die Zukunft: 41 Prozent der anlegenden Frauen rechnen damit, in drei Jahren finanziell besser aufgestellt zu sein, bei den Sparerinnen beträgt dieser Anteil nur 33 Prozent. 

Risiko als Chance
Ein weiterer Unterschied zwischen Anlegerinnen und Sparerinnen ist die Risikobereitschaft. So zeigten sich Frauen, die anlegen, in der Umfrage risikoaffiner als die Sparerinnen. Letztere sehen Risiken auch weniger als Chance als Frauen, die am Kapitalmarkt investiert sind. "Sicherlich ist es sinnvoll, mit den Ersparnissen keine unnötigen Risiken einzugehen", kommentiert Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR für Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan Asset Management. "Aber im anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist die Sicherheit von Spareinlagen trügerisch, denn die Inflation entwertet das Geld schleichend. Deshalb ist es umso wichtiger, auf Wertpapieranlagen zu setzen, um von den Ertrags- und Wachstumschancen des Kapitalmarkts profitieren zu können." (fp)