State Street Global Markets, der Investment Research- und Trading-Bereich von State Street Corporation, hat die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index für Mai 2009 bekannt gegeben. Das weltweite Anlegervertrauen legte im zu Ende gehenden Monat gegenüber dem korrigierten Wert für April von 103,2 um 3,1 Zähler zu. Für Nordamerika war ein starker Anstieg zu verzeichnen: Hier stieg die Benchmark von 95,3 um 9,6 Zähler auf 104,9. Auch das europäische Anlegervertrauen zeigte einen soliden Zuwachs und kletterte von 76,8 um 7,5 Zähler auf 84,3. Die Risikobereitschaft in Asien ging jedoch etwas zurück und gab von 98,0 um 4,9 Zähler auf 93,1 nach.

 

Der durch State Street Associates, den Research-Bereich von State Street Global Markets, von dem Harvard-Professor Ken Froot und dem State Street Associates-Director Paul O'Connell entwickelte State Street Investor Confidence Index misst das Anlegervertrauen auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Der Index basiert auf der Finanztheorie, die Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern oder deren Bereitschaft, ihre Portfolios in Aktien zu investieren, eine genaue Bedeutung beimisst. Je größer der Anteil am Portfolio ist, den institutionelle Anleger in Aktien anzulegen bereit sind, desto größer ist auch ihre Risikobereitschaft bzw. ihr Vertrauen.

 

"In diesem Monat haben wir den Investor Confidence Index verändert, um einen besseren Indikator für die Risikobereitschaft zu liefern", erklärte Ken Froot. "Dabei haben wir eine Umbasierung des Index vorgenommen, wonach ein Stand von 100 mit einer "neutralen" Haltung gleichzusetzen ist. Ein höherer Wert lässt darauf schließen, dass die institutionellen Anleger ihre Risikopositionen aufstocken, wohingegen ein Wert unter 100 eine Reduzierung des Risikoengagements impliziert. Der in diesem Monat verzeichnete Anstieg des weltweiten Anlegervertrauens auf 106,3 ist eine Bestätigung der im vergangenen Monat beobachteten wieder auflebenden Risikobereitschaft institutioneller Anleger nach einer siebenmonatigen Durststrecke."

"Die Umbasierung der Investor Confidence-Indizes für die verschiedenen Regionen bietet eine neue Möglichkeit zur Einschätzung der Risikobereitschaft", fügte Paul O'Connell hinzu. "Dabei ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich die Risikoneigung nordamerikanischer Anleger zwar soweit gesteigert hat, dass sie eine Aufstockung ihrer Risikopositionen vornehmen. Auf die europäischen und asiatischen Anleger trifft dies jedoch nicht in gleichem Maße zu. Hier wurde zwar in den vergangenen Monaten ebenfalls eine Verbesserung des Anlegervertrauens festgestellt, die Anleger nehmen jedoch weiterhin eine vorsichtige Haltung ein."

 

Über den State Street Investor Confidence Index:

 

Der Index wird weltweit am letzten Dienstag eines Monats um 16 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr Bostoner Zeit) veröffentlicht. Weitere Informationen zum State Street Investor Confidence Index wie häufig gestellte Fragen und ein Kalender mit Veröffentlichungsterminen finden sich unter http://www.statestreet.com/investorconfidenceindex.