Ein beratungsresistenter Wüterich im Weißen Haus, Europas Rechtspopulisten im Aufwind, ungelöste Brexit-Fragen en masse und zu allem Überfluss seit Ende September eine kräftezehrende politische Hängepartie in Berlin: Angesichts der Fülle widriger Begleitumstände, die das Börsenjahr 2017 mit sich brachte, ist das Beharrungsvermögen von Aktienanlegern umso bemerkenswerter. Nicht nur hielten sie ihren Anteilscheinen die Stange – bei Kurssschwächen stockten Investoren ihre Bestände an Dividendenpapieren sogar auf. Dementsprechend fanden 2017 auch Fonds, die auf Euroland-Aktien setzen, wieder reißenden Absatz.

So kam es, dass dem Dax und weiteren Barometern aus Ländern des Währungsbundes heftige Einbrüche erspart blieben und den meisten Indizes gelang, was ihnen zu Jahresbeginn kaum ein Beobachter zugetraut hatte: Punktrekorde in Serie. Der Dax konnte die 13.000-Punkte-Marke zwar nicht bis in Ziel retten, beendete das alte Anlagejahr dennoch mit einem satten Plus von 12,5 Prozent. Dem deutschen Kurswegweiser scheint auch 2018 nichts im Weg zu stehen: Die 14.000-Punkte-Marke als Zielvorgabe haben die meisten Auguren fest im Blick – häufig darf es auch etwas mehr sein.

Wie Anlagestrategen, Fondslenker und Ökonomen bei Banken, Versicherern und Asset Managern die Aussichten für den Dax und den Euro Stoxx 50 für 2018 einschätzen, sehen Sie in der Bildergalerie oben. (ps)