"Geld bleibt günstig", "Keine Chance für höhere Zinsen": So oder so ähnlich lauteten in den vergangenen Jahren regelmäßig die Headlines des Ausblicks zur Zins- und Geldpolitik der Notenbanken bei FONDS professionell ONLINE. Dieses Mal ist es anders, denn: 2022 könnte als Jahr der Zinswende in die Geschichte eingehen. Und das, nachdem die Zentralbanken die Märkte angesichts der Corona-Krise auch im laufenden Jahr mit Liquidität nur so geflutet haben.

Ihre Wirkung haben Geld- und Fiskalpolitik von Währungshütern und Regierungen nicht verfehlt. Immerhin folgte auf den extremen Einbruch an den Kapitalmärkten im Frühjahr 2020 die schnellste Erholung aller Zeiten. 2021 verzeichnete die Weltwirtschaft ein robustes Wachstum, für das kommende Jahr erwarten Experten weltweit ein Konjunkturplus von 4,5 Prozent, die Teuerungsrate steigt seit vielen Jahren nun ebenfalls wieder.

Gekommen, um zu bleiben?
Während so manche kleinere Notenbank in Europa und Asien ihre geldpolitischen Hilfen bereits zurückfährt, stellen sich Markteilnehmer für die USA und die Eurozone die Frage: Ist die Inflation gekommen, um zu bleiben? Oder wird die Teuerung schon bald ihren Höhepunkt erreicht haben, um dann zurückzugehen? Und welche Reaktionen sind von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sowie von der Europäischen Zentralbank (EZB) für das neue Jahr zu erwarten? Hat der globale geldpolitische Zyklus tatsächlich schon gedreht?

Vielen Kapitalmarktstrategen gilt die Zinswende vor allem in den USA bereits als ausgemacht, aber längst nicht alle trauen sich Prognosen zum Zeitpunkt und zu einzelnen Zinsschritten zu. Die EZB, sind viele Experten überzeugt, werde sich noch mehr als zwölf Monate Zeit lassen, bis sie den Leitzins zum ersten Mal anhebt. Wie Ökonomen und Strategen die Geldpolitik der großen Notenbanken im kommenden Jahr einschätzen – klicken Sie sich durch die Bilderstrecke oben. (am)