Das Rätselraten über den weiteren Kurs der US-Notenbank bietet Anlegern interessante Chancen, ist AXA Investment Managers überzeugt. "Verschiedene derzeit gehandelte Szenarien könnten zu Bewegung in der Geldpolitik führen – und zu erhöhter Volatilität bei US-Staatsanleihen, ohne dass sich dies notwendigerweise auf andere Anlageklassen auswirkt", erklärt Axa-Derivate-Experte Ando Rakotobe. "Anleger können davon profitieren, indem sie opportunistisch auf einen Anstieg der Volatilität setzen."

Für solche Geschäfte gebe es seit einigen Monaten ein neues Instrument: Im November hat die Derivatebörse in Chicago (CBOE/CBOT) den ersten kurzlaufenden Futurekontrakt auf den Anleihen-Volatilitätsindex VXTYN lanciert. Der Index misst die für den bevorstehenden Monat erwarteten Kursschwankungen zehnjähriger US-Staatsanleihen und wird auf ähnliche Weise berechnet wie der bekannte Aktienvolatilitäts-Index VIX. "Durch die Einführung des neuen Futures können Investoren direkten Zugang zur Volatilität von US-Staatsanleihen gewinnen", sagt Rakotobe.

Gezielte Wette auf steigende Schwankungen
Eine Long-Position in Anleihevolatilität könne als Absicherung eines Portfolios aus hochwertigen Staatsanleihen gegen steigende Renditen ebenso genutzt werden wie gegen sinkende Renditen, sagt Rakotobe. Darüber hinaus ist es auch möglich, gezielt auf eine steigende Volatilität zu setzen, um die Rendite des Portfolios zu erhöhen. "So ist die erwartete Volatilität sowohl am Aktienmarkt als auch am Anleihemarkt in der Regel höher als die tatsächlich realisierten Kursschwankungen." Die Differenz könnten Investoren als Rendite vereinnahmen. (fp)