Die Finanzaufsicht Bafin stellt immer wieder verdächtige Finanzdienstleister an den Pranger. Diesmal aber sind die Verhältnisse umgekehrt: Die Behörde muss sich vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht verantworten, weil sie vor anderthalb Jahren den Handel mit speziellen Contracts for Difference (CFDs) erheblich eingeschränkt und teilweise sogar verboten hat. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Ein Privatanleger hat die Regulierungsbehörde verklagt, weil er die Maßnahme nicht für verhältnismäßig hält.

Der Kläger bestreitet nach eigenen Angaben seit zehn Jahren seinen Lebensunterhalt ausschließlich mit dem Handel von Derivaten. Er argumentiert, dass die Regulierung der Bafin für ihn einem Berufsverbot gleichkommt. Durch die Begrenzung der Hebel und die Verteuerung des Handels würden CFD-Investments zunehmend unattraktiv. Die Bafin hätte bei der Regulierung die Interessen der Privatanleger stärker berücksichtigen sollen. (fp)