Rund 33 von 60 Milliarden Euro stehen im Abwicklungsfonds für Banken aus dem Euroraum bereit. Das hat die zuständige Abwicklungsbehörde Single Resolution Board (SRB) mitgeteilt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Allein im vergangenen Jahr sind 7,8 Milliarden Euro hinzugekommen. In den Fonds zahlen europweit 3.186 Institute ein. Bis zum Jahr 2023 soll der Single Resolution Fund (SRF) finanziell komplett ausgestattet sein.

"Der Fonds wird stetig aufgebaut, und wir sind etwa bei der Hälfte des Weges angelangt", zitiert die FAZ Elke König, Chefin des SRF. Der soll eingreifen, wenn Banken in eine Schieflage geraten. Reicht das Eigenkapital des notleidenden Geldhauses beispielsweise nicht, um Verbindlichkeiten wie Anleihen oder Einlagen zu erfüllen, springt der Fonds ein. So sollen die Auswirkungen auf die Realwirtschaft und öffentlichen Finanzen – sprich: die Steuerzahler – möglichst klein bleiben.

ESM soll im Notfall zusätzlich einspringen
Ziel der seit dem Jahr 2014 gültigen EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken war es, als Reaktion auf die systembedrohende Finanzkrise von 2008 den Steuerzahler für die Rettung maroder Kreditinstitute nie mehr zur Kasse zu bitten. Ob das im Fonds bereitgestellte Geld im Ernstfall reicht, ist bei den Eurostaats- und Regierungschefs umstritten, berichtet die FAZ. Darum soll der Euro-Krisenfonds ESM in Zukunft ebenfalls als Letztsicherung für die Bankenabwicklung dienen. (fp)