Der Konjunkturtrend in der Eurozone zeigt immer noch abwärts. "Das war bis zuletzt die unmissverständliche Botschaft des Einkaufsmanagerindex der Industrie sowie des Ifo-Barometers und damit jener beiden Indikatoren, die den Konjunkturtrend am zuverlässigsten widerspiegeln", sagt Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann. Für die kommenden Monate zeigt er sich allerdings vorsichtig optimistisch: "Richtet man den Blick weiter in die Zukunft, besteht kein Grund für Fatalismus." In den kommenden Quartalen könnte sich die Konjunktur spürbar beleben, sagt der Experte.

Aufmunternde Signale kommen etwa aus China, wo die Regierung fest entschlossen ist, das Wachstum wieder anzukurbeln. "Positiv dürfte sich auch die immer wahrscheinlichere Entschärfung des Handelskonflikts mit den USA auswirken", prognostiziert Hartmann. Darüber hinaus bietet das allgemeine makroökonomische Umfeld Grund für Optimismus, beispielsweise der anhaltend stützende geldpolitische Kurs der Europäischen Zentralbank.

Gute Aussichten für Aktieninvestoren
Die Frühindikatoren von Bantleon haben nach oben gedreht und kündigen für die kommenden Monate eine zyklische Belebung an. Kurzfristig sollten Aktienanleger zwar mit weiteren Korrekturen rechnen, warnt Hartmann. Das gilt vor allem dann, wenn es in den Brexit-Verhandlungen keinen Durchbruch gibt. "Ab dem Frühjahr sollten jedoch allmählich die negativen Konjunkturnachrichten abebben", erklärt er. In der Folge würden Aktien Rückenwind bekommen, Anleihen dagegen unter Druck geraten. (fp)