Mit dem einst so blühenden US-Wirtschaftswachstum könnte es im Jahresverlauf abwärts gehen. Damit verliert Präsident Trump im Handelsstreit mit China seine starke Verhandlungsposition. Die chinesische Wirtschaft werde davon voraussichtlich profitieren, sagt Andreas Busch, Senior Analyst bei Bantleon. Denn Trump werde Peking gegenüber bald versöhnlichere Töne anschlagen müssen, um die eigene Wirtschaft nicht überzustrapazieren. 

Die beginnende wirtschaftliche Erholung Chinas erhalte dadurch einen deutlichen Schub – und werde sich festigen. Das kommt auch dem europäischen Außenhandel zugute. "Letztlich wird es früher oder später zu einem Rollentausch kommen. Die US-Wirtschaft verliert an Schwung, während China und Europa Fahrt aufnehmen", sagt Busch. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone dürfte nach der Durststrecke im vergangenen Jahr wieder anziehen.

Vorzeichen an den Finanzmärkten ändern sich
Europäische Aktien werden laut dem Experten künftig wieder zulegen. US-Aktienmärkte indes gerieten zunehmend unter Druck. "Spiegelbildlich dürften Euro-Staatsanleihen in raueres Fahrwasser gelangen, wohingegen Tresauries von der schwächeren US-Wirtschaft gestützt werden", so Busch. (fp)