Der Dax ist nur noch rund zwei Prozent von seinem Allzeithöchststand aus dem Januar 2018 entfernt, als er erstmals die magische Marke von 13.400 Punkten erreichte. Der Jahresendspurt ist in vollem Gange – und es geht noch höher, sagt Andreas Busch, Analyst bei Bantleon: "Alles in allem ist der globale Konjunkturausblick weitaus freundlicher als die aktuell schwachen Wirtschaftsdaten suggerieren." Schließlich hätten die Notenbanken mit niedrigen Zinsen ein optimales Umfeld für Investitionen geschaffen.

Ökonom Busch sieht vor allem in Europa verbesserte Bedingungen für einen weiteren konjunkturellen Aufschwung und rechnet deshalb mit steigenden Aktienkursen: Mittelfristig rechnet der Bantleon-Analyst damit, dass der Dax deutlich zulegt – über sein jetziges Allzeithoch hinaus. In den USA seien die Aussichten hingegen "nicht ganz so rosig". Hier sei kurzfristig mit der Fortsetzung des Investitionsabschwungs zu rechnen, die Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve würden wohl erst im kommenden Jahr greifen, sagt Busch. Er rechnet darum erst im Jahr 2020 mit einem Aufschwung in den USA.

Teilabkommen zwischen den USA und China treibt die Kurse - bislang
Kurzfristig könne es zudem noch einen kleinen Abschwung geben, warnt Bantleon-Ökonom Busch. Denn in der Hoffnung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China seien die Kurse bereits deutlich gestiegen. Wenn US-Präsident Donald Trump und der chinesische Parteiführer Xi Jinping nun tatsächlich ein Abkommen unterzeichnen, würde dieser Faktor als treibende Kraft erst einmal wegfallen, und die Kurse könnten sich kurzzeitig abkühlen. (fp)