Der vereinbarte Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat nicht lange gehalten. Am Donnerstag (1. August) hat US-Präsident Donald Trump weitere Strafzölle gegenAndreas Busch, Analyst beim Fondsanbieter Bantleon, Senior Analyst beim Vermögensverwalter Bantleon. Denn Trump strebt eine zweite Amtszeit an und geht bereits auf Wählerfang für die nächste US-Präsidentenwahl.

Die angedrohten Zölle auf Importe aus China treffen vor allem Konsumgüter wie Smartphones und Laptops. "Demnach würden die US-Konsumenten stärker in Mitleidenschaft gezogen, was Trumps Chancen auf eine Wiederwahl mindert", sagt Bantleon-Analyst Busch. Außerdem steht die US-Wirtschaft heute schlechter da als noch zu Beginn des Konflikts. Trump sollte darum nicht auch noch den privaten Konsum abstrafen, sagt Busch.

China wehrt sich
Außerdem setzt sich China weiterhin zur Wehr. Auf Trumps Androhung weiterer Zölle antwortete die Volksrepublik mit einem Stopp von Agrarimporten aus den USA und einer Abwertung der eigenen Währung. Der chinesische Renminbi hat allein zum Wochenstart um 1,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar nachgegeben und gleicht damit einen großen Teil der Zollbelastung ab. "Die Chancen stehen damit gut, dass Trump einlenkt", sagt Busch. (fp)