Das Übernahme-Karussell dreht sich wieder schneller, und Anleger können davon mit Investments in spezielle M&A-Fonds profitieren: "Mit solchen ereignisorientierten Aktienfonds lassen sich starke Kursschwankungen an den Börsen abfedern und eine vom breiten Aktienmarkt entkoppelte Rendite erzielen", sagt Oliver Scharping, Portfoliomanager Globale Aktien bei Bantleon. Solche Strategien können derzeit angesichts des andauernden Handelskonflikts zwischen den USA und China und entsprechend volatilen Märkte sinnvoll sein. "Schließlich ist bei den entsprechenden Aktien das Zustandekommen einer Übernahme entscheidend, und nicht die allgemeine Marktrichtung", sagt Scharping.

Anleger könnten zudem direkt in die entsprechenden Titel investieren. "Bei der Auswahl der M&A-Transaktionen und -ziele ist jedoch sehr große Sorgfalt notwendig", sagt Scharping. Denn scheitert eine Übernahme oder zieht sich der Prozess zu lange hin, ist die in Aussicht gestellte Rendite gefährdet. Anleger müssten sich daher genau mit den eingegangenen Transaktionsrisiken auseinandersetzen und das Portfolio stetig beobachten. 

Aktivistische Investoren als Indiz
Wer nicht nur die verbleibende Rendite während einer Übernahme vereinnahmen will, könne auch gezielt auf potenzielle Übernahmekandidaten setzen. "Hier kann beispielsweise die Präsenz aktivistischer Investoren ein möglicher Auslöser für eine anstehende Übernahme sein", sagt Scharping. (fp)