Ausgelöst hatten diese Entwicklung zum einen die gewaltigen Fiskalprogramme in der Eurozone und Deutschland sowie die weitere Unterstützung durch die EZB, und zum anderen auf Momentum setzende systematische Anlagestrategien, die ihre Aktienquote weiter hochfuhren, sagt Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg.

Viele diskretionäre Asset Manager haben spätestens nach dem Überschreiten der wichtigen 200-Tage-Linien im Dax und S&P 500 ihre Aktienpositionen erhöht. Geldmarktfonds sahen letzte Woche den größten Abfluss seit Januar 2020. Laut Meyer ist dies ein erstes Indiz dafür, dass das reichlich vorhandene trockene Pulver wieder reinvestiert wird. Die Anlegerstimmung hellt sich auf. "Die Luft dürfte in den nächsten Wochen jedoch dünner werden. Viel Positives ist nun eingepreist und die Positionierung weniger verhalten, gibt Meyer zu bedenken. (kb)