Die Berliner Volksbank will im kommenden Frühjahr einen neuen Filialtyp testen. Das Geldinstitut spricht dabei allerdings nicht von Geschäftsstellen, sondern von "Shops". Das Besondere an dem Konzept: Sie sollen optisch wirken wie ein Laden, in dem man auf Banker trifft. Es soll dort weder Bankautomaten noch Kassen oder Bargeld geben. Damit reagiert Vorstandschef Carsten Jung auf den Trend, dass immer mehr Menschen mit Karte und Smartphone zahlen, schreibt der Tagesspiegel. 

Dass die Volksbank in Berlin neue Niederlassungen eröffnet, kommt unerwartet, denn zuletzt war das Bankinstitut auf Schrumpfkurs. Zwischen 2016 und 2018 wurde die Zahl der Berliner-Volksbank-Filialen halbiert. Einschließlich der Beratungscenter für Firmenkunden kommt das Regionalinstitut zurzeit noch auf 58 Zweigstellen. Immer weniger Kunden nutzen die Filialen aber, sie erledigen ihre Bankgeschäfte lieber online. Zusätzlich setzen die niedrigen Zinsen auch die Berliner Volksbank unter Druck, Kosten einzusparen. 

Zunächst ein Testballon
Intern nennen Volksbank-Mitarbeiter die neuen Zweigstellen laut des Zeitungsberichts "BVB-Shops" – für Fußballfans dürfte der Name irreführend sein. Vorstandschef Jung räumt ein, so etwas noch nie gemacht zu haben, es aber gerade deshalb ausprobieren zu wollen. Zunächst wird es zwei Prototypen geben. Das bestehende Volksbank-Filialnetz möchte Jung erhalten. Auch die Bankautomaten werden vorerst nicht angetastet. (fp)