Der Bitcoin ist nicht gerade für Nachhaltigkeit bekannt. Die Währung verbraucht mit 91 Terawattstunden in etwa so viel Energie wie ganz Belgien. Wie viel von dem Strom aus erneuerbaren Quellen stammt, ist unklar. Studien schätzen: zwischen 25 und 75 Prozent, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Eine Initiative aus privaten Unternehmen und Organisationen will das nun ändern: Die Crypto Climate Accord (CCA) will dafür sorgen, dass Kryptowährungen ihren Strom künftig zu hundert Prozent aus regenerativen Energien speisen.

Dabei soll es nicht allein um Bitcoin, sondern um sämtliche Blockchain-Anwendungen gehen. Diese sollen bis zur UN-Klimakonferenz im Jahr 2025 vollständig mithilfe erneuerbarer Energien betrieben werden können, heißt es in einem Bericht auf dem Portal "Payment & Banking". Auch eine eindeutigere Messung der tatsächlich verbrauchten Emissionen der Industrie ist geplant. Dazu soll ein Open-Source-Rechnungslegungsstandard entwickelt werden. 

Neue Zielgruppen für Bitcoin und Co.
Woher die grüne Energie in vier Jahren stammen soll, ist noch unklar. Eine Möglichkeit wäre, Energie-Überkapazitäten aus Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken ins Bitcoin-Mining fließen zu lassen. Immerhin schwankt das Angebot grüner Energien ständig. Die CCA hofft, mit dem ökologischen Wandel neue Zielgruppen für Kryptowährungen erschließen zu können, berichtet "Payment & Banking". (fp)