Mittwochs zu Mittag bekam man für einen Bitcoin noch über 7.300 US-Dollar, Donnerstags, zwei Stunden nach Mitternacht, lag der Wert nur noch bei knapp 6.300 Dollar. Rund tausend Dollar innerhalb von 14 Stunden hatte die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung verloren. Der drastische Wertverlust bei Bitcoin, der vor einem Dreiviertel Jahr einsetzte, setzt sich damit in Riesenschritten fort.

Im Dezember 2017 notierten Bitcoin auf dem Rekordhoch von knapp 18.700 Dollar, im Januar 2018 waren es bereits nur noch 16.700. Bei den von FONDS professionell ONLINE vor zwei Wochen aufgelisteten "sehenswertesten" Tieffliegern unter den Kryptowährungen gibt es damit neue Beschleunigung.

Regulatoren und Teilnehmer sind vorsichtig
Hintergrund für die Abwärtsspirale sind zahlreiche Enttäuschungen in Folge. Laut Bloomberg wurde zum Beispiel am Mittwoch bekannt, dass Goldman Sachs seine Pläne für eine eigene Kryptohandels-Abteilung in der näheren Zukunft zurückgezogen hat. Auch die Ankündigung der Handels-Plattform ShapeShift AG, dass man von Usern die Angabe persönlicher Informationen verlangen will, verschreckte den Markt, auf dem viele Teilnehmer insbesondere die Anonymität schätzen. Darüber hinaus haben die US-Finanzmarktaufseher in den vergangenen Monaten wieder mehrere Bitcoin-ETF-Anträge abgelehnt. Der Markt hatte erwartet, dass Derivate und andere Finanzprodukte rund um Bitcoin die Liquidität auf dem Markt bald erhöhen könnten.

Auch andere Kryptowährungen sind in den vergangenen Stunden einmal mehr deutlich unter Druck geraten – die meisten davon sogar stärker als Bitcoin. Die Plattform Coinmarketcap zeigt Verluste von rund 20 Prozent oder mehr in den vergangenen 24 Stunden bei Ethereum, Bitcoin Cash oder Eos an. (eml)