An virtuellen Währungen wie dem Bitcoin scheiden sich die Geister. Die meisten Investmentbanken und auch namhafte Asset Manager lassen das brandaktuelle Thema entweder links liegen oder tun den Bitcoin-Boom einfach als vorübergehendes Phänomen ohne realwirtschaftliche Grundlage, aber mit reichlich Crashrisiken ab.

Nicht so die Investmentprofis der Deutschen AM. Statt in den Chor der Kryptowährungs-Skeptiker einzustimmen, haben die Spezialisten der Deutsche-Bank-Fondstochter den Versuch gewagt, auf Basis verschiedener Annahmen die Preismöglichkeiten von Bitcoins auszuloten. "Auf Basis unseres dreistufigen Bewertungsprozesses, der eine Ertragswertrechnung, eine Peer-Group-Analyse und ein Dividendendiskontierungsmodell beinhaltet, haben wir einen fairen Wert von 18.685 US-Dollar je Bitcoin errechnet", heißt es in einer aktuellen Studie – die dennoch mit dem Titel "Bitte kein Bitcoin" überschrieben ist.


Welche Faktoren einen Totalverlust verursachen und welche einen Bitcoin-Eigentümer zum Millionär machen können, hat die Deutsche AM prägnant zusammengefasst. Die wichtigsten Kursziele und ihre Auslöser finden Sie in der Bildstrecke oben.


Denn bemerkenswerterweise traut das Haus den eigenen Berechnungen nicht: "Was schon bei anderen Anlageklassen nur eine grobe Annäherung sein kann, versagt bei der Kryptowährung Bitcoin vollends – die Bewertung. Und damit, um es vorwegzunehmen, können wir Bitcoins als Anlage auch nicht empfehlen. Denn wir wissen nicht, was sie wert sind, wann man sie kaufen und wann man sie verkaufen soll."

Man könne aber "für dieses Finanzkonstrukt, für welches die Definition 'Währung' wiederum auch nur eine Annäherung ist, gute Argumente für die verschiedensten Preispunkte finden. Die Zukunft dieses einfachen, globalen Zahlungssystems ist völlig offen, im Positiven, wie im Negativen", schreiben die Analysten. (hw/ps)