Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht Sparern schwer zu schaffen. Wer sein Geld auf der Bank parkt, bekommt seit geraumer Zeit nicht nur keine Zinsen auf sein Kapital – bei den ersten Instituten in Deutschland müssen inzwischen sogar normale Privatkunden Negativzinsen in Kauf nehmen. Martin Lück, Kapitalmarktstratege beim Asset-Management-Riesen Blackrock, hat trotzdem wenig Mitleid mit Sparern: "Wer nicht zu den Verlierern zählen will, sollte eben zu den Gewinnern wechseln", zitiert ihn die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

In der nun schon seit einigen Jahren andauernden Phase der Niedrigzinsen habe sich klar gezeigt, welche Anlageklassen langfristig profitieren – nämlich insbesondere Aktien und andere Sachwerte. Profitable Alternativen suchen Investoren schon lange vergeblich. "Statt zu heulen, sollten die Menschen also lieber intelligenter investieren", findet Lück.

Aktien bleiben alternativlos
Die Aktienmärkte haben in diesem Jahr nochmal an Fahrt gewonnen. Viele bedeutende Börsenbarometer wie der Dow-Jones-Index oder der deutsche Leitindex Dax markieren neue Rekordhochs. Lück sieht trotzdem für 2020 noch Luft nach oben. Der Grund: Je länger die Zinsen niedrig bleiben, desto mehr würden Anleger ihr Geld dahin schieben wollen, wo es noch Renditen gibt – und das seien nach wie vor Aktien. "Wenn die Sparer nun sehr viel mehr ihrer Ersparnisse in Aktien investieren, werden höhere Bewertungen normal werden." (fp)