Anleger können sich freuen, denn das erste Quartal war ein rundum erfreuliches. Globale Aktien zeigten sich enorm stark. "Im zweiten Quartal 2019 dürfte sich entscheiden, ob mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf die Bullen oder die Bären Recht haben", sagt Martin Lück, Leiter der Kapitalmarktstrategie für Deutschland, die Schweiz, Österreich und Osteuropa beim Asset Manager Blackrock. Seiner Meinung haben beide Seiten gute Argumente. 

Für einen Sieg der Bullen spricht, dass sich das Wachstum stabilisieren könnte, sagt Lück. Hier stützt er sich auf den jüngst optimistischen Ifo-Index. "Vielleicht war das schon ein Zeichen dafür, dass die Wachstumsdelle ihr Ende erreicht hat und der Ausblick für Wachstum und Gewinne die nächsten Monate wieder konstruktiver wird." Besonders wichtig ist Lück zufolge der Blick nach China. Wenn sich die Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erholt, würde das den Welthandel nachhaltig beflügeln. 

Unsichere Welt sorgt für Risiken
Nach wie vor existieren weltweit aber wirtschaftliche und politische Risiken, die den Bären Argumente liefern. Weiterhin ist etwa offen, ob es zu einem Handelsabkommen zwischen den USA und China kommt. "Auch haben sich Anleger bezüglich der Zentralbanken recht einseitig positioniert", sagt Lück. Der Markt hat auf die Botschaft "keine Zinserhöhung" sensibel reagiert und sich so verhalten, als seien eben doch Zinssenkungen geplant. Inzwischen preist er mit knapp 60 Prozent Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed Funds Target Rate Ende 2019 unter ihrem derzeitigen Niveau liegen wird. (fp)