Die Bedeutung der Notenbanken hat seit der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 in einem Ausmaß zugenommen, wie man es in den Jahrzehnten davor nicht für möglich gehalten hätte. Die Währungshüter sahen sich gemeinsam mit den Regierungen in der Krise gezwungen, schnell Maßnahmen zu treffen, um einen Kollaps der Finanzsysteme zu verhindern. Seither beherrschen ihre Aussagen und Maßnahmen die Finanzseiten der Medien. Die Notenbanker sehen sich ihrerseits unter Druck gesetzt, als sie von Politikern wie Donald Trump für ihre Vorgangsweise offen kritisiert werden.

Die Hoffnung, dass es zu einer baldigen "Normalisierung" der Zinslandschaft kommen könnte – im Vorjahr ging man davon vielfach aus – wurde inzwischen begraben. Konjunkturelle Schwächezeichen zwingen die Währungshüter erneut dazu, die Geldhähne zu öffnen.

Für Sparer, die auf risikolose Investments wie Bankeinlagen setzen, geht damit der Kapitalschwund weiter. Schon seit Jahren liegen die Inflationsraten über den erzielbaren Zinssätzen. Finanzberater werden sich daher weiterhin bemühen müssen, Kunden und potenzielle Kunden zu Investments mit höheren Renditen und damit auch höheren Risiken zu bewegen.

Fest steht heute schon, dass man als Finanzprofi noch lange Zeit sehr genau verfolgen wird, ob und wie die Notenbanken agieren. Überprüfen Sie in unserem Quiz, ob Sie der Berichterstattung auch problemlos folgen können. Wir wünschen viel Erfolg! (gf)