In der Schweiz ist es künftig möglich, Immobilien mit Kryptowährungen zu bezahlen. Blockimmo bietet als erstes Schweizer Unternehmen den Immobilienkauf über die Blockchain an, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hat dem Start-up die Erlaubnis erteilt. Blockimmo ist nicht der erste Anbieter mit solchen Plänen. Er ist aber der erste, der grünes Licht von den Schweizer Aufsichtsbehörden bekommt.

Das Geschäftsmodell des Unternehmens sieht so aus: Jede Immobilie, die Anlegern angeboten wird, wird in einen separaten Fonds eingebracht. Dieser wird im Grundbuch als Eigentümer eingetragen. Anleger können sich über sogenannte Security-Token an dem Fonds beteiligen. Werden Anteile an einer Immobilie weiterverkauft, ist kein neuer Grundbucheintrag nötig, weil nur die Token den Besitzer wechseln.

Investment per Ether
Pro Fonds werden eigene Token ausgegeben, jeweils eine Million Stück. Der Preis der Token hängt also davon ab, wie viel die Immobilie kostet. Grundsätzlich sollen sich Anleger bereits mit kleinen Beträgen beteiligen können. Um Token zu erwerben, müssen sie ihr Geld zunächst in die Kryptowährung Ether umtauschen. An regelmäßigen Gebühren will Blockimmo lediglich ein Prozent der jährlich an Anleger ausgeschütteten Erträge einbehalten.

Die größte Herausforderung für das Startup aus Zug dürfte nun darin bestehen, auf dem hoch bewerteten Immobilienmarkt interessante Objekte zu finden. Damit will das Unternehmen im ersten Quartal 2019 starten und sich zunächst auf Gebewerbeimmobilien konzentrieren. (fp)