Ab dem 1. März wird der Aktienhandel an der Börse Stuttgart günstiger. Der Handelsplatz streicht das fixe Transaktionsentgelt von 4,20 Euro netto pro Order. Änderungen gibt es auch beim variablen Transaktionsentgelt: Es ist in Zukunft nach Ordergröße gestaffelt und nach oben hin bei 63 Euro netto gedeckelt. Für Dax-Aktien fallen künftig zwischen 0,62 und 0,36 Promille des Ordervolumens an. Bei anderen inländischen sowie ausländischen Aktien werden zwischen 0,95 und 0,7 Promille fällig. Das Mindestentgelt liegt bei Dax-Aktien dann bei 2,09 Euro netto, bei allen anderen Aktien bei 2,73 Euro netto.

Mit dieser Preissenkung will die Börse Stuttgart vor allem für Privatanleger attraktiver werden. "Mittelfristig versprechen wir uns von der Anpassung des transparenten Entgelts im Aktienhandel höhere Orderzahlen und möchten Marktanteile hinzugewinnen", sagt Geschäftsführer Dragan Radanovic. Die Frage ist nun, ob beziehungsweise inwieweit Banken die Gebührensenkung an ihre Kunden weitergeben, urteilt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Elektronische Konkurrenz nimmt zu
Stuttgart ist zwar Deutschlands größte Präsenzbörse, bekommt den Druck der elektronischen Konkurrenz aber immer mehr zu spüren, schreibt die Zeitung. Zu den Konkurrenten des Handelsplatzes gehören Plattformen wie Gettex oder Tradegate, aber auch Fintechs wie Trade Republic und E-Toro. Anders als Präsenzbörsen kommen solche elektronischen Börsen zum Teil ganz ohne Gebühren aus. (fp)