Man soll die Börsensaison ja nicht vor dem Ende loben. Oder doch? Blickt man auf die Historie, fällt die Antwort recht eindeutig aus. Hier spricht Vieles für eine Fortsetzung des festen Trends. Sven Lehmann, Fondsmanager bei HQ Trust, ermittelte in seiner neuen Analyse die durchschnittliche Rendite des S&P 500 in den Monaten November und Dezember – in Abhängigkeit von der Performance vom Beginn des Jahres bis Oktober des gleichen Jahres. Dazu teilte Sven Lehmann die Rendite der ersten zehn Monaten in vier Bereiche ein (negativ, zwischen 0 und 10 %, zwischen 10 und 20 %, mehr als 20 %). Seine Auswertung startet im Jahr 1872.

Je besser in den ersten 5/6 eines Jahres. desto besser auch im letzten Sechstel
Je stärker also die Performance des S&P 500 zwischen Januar und Oktober ausfiel, desto besser war sie im Mittel auch in den Monaten November und Dezember. Die folgende Grafik illustriert diesen Zusammenhang:

Quelle: Robert Shiller, Refinitiv, HQ Trust

"Blickt man auf die Historie, scheint es einen Zusammenhang zwischen der Performance in den ersten zehn und den letzten beiden Monaten zu geben“, fasst Hoffmann zusammen. "Je besser die Performance des S&P 500 vom Jahresstart bis zum Oktober ausfiel, desto besser war sie im Mittel auch in den Monaten November und Dezember. Fiel der marktbreite US-Aktienindex in den ersten zehn Monaten, lag der Anteil der positiven Schlussmonate lediglich bei 47,5 Prozent, die Performance war mit -0,3 Prozent im Mittel ebenfalls negativ. Legte der S&P 500 so wie im aktuellen Jahr um mehr als 20 Prozent zu, fielen in der Vergangenheit die Monate November und Dezember mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent positiv aus. Die durchschnittliche Rendite dieser beiden Monate lag im Mittel bei 5,3 Prozent und fiel damit von den untersuchten Bereichen am höchsten aus.“ (kb)