Die Bilanz kann sich sehen lassen: Seit der Gründung des britischen Fondshaus Fundsmith hat Terry Smith das Kapital der Investoren um 377 Prozent vermehrt. Mit dem "Handelsblatt" hat der Manager des größten britischen Aktienfonds über sein Erfolgsrezept gesprochen. So verriet er unter anderem, dass er vergangenes Jahr in Brown-Forman, den Hersteller von Jack Daniels, investiert hat, nachdem die Aktie aufgrund der EU-Zölle auf US-amerikanischen Whisky eingebrochen war. "Auch die besten Firmen haben manchmal Ausrutscher", sagte Smith der Zeitung. "Das ist dann unsere Gelegenheit zum Zuschlagen."

Wenn es ums Investieren geht, präsentiert sich Smith gerne als Perlentaucher. Drei Viertel der Welt hält der Starfondsmanager für "uninvestierbar". So würde er das Kapital seiner Anleger unter anderem niemals in eine Bank investieren, sagte Smith dem Handelsblatt.

Tödlicher Sektor
Als Erklärung liefert der Manager mehrere Gründe. Niemand wisse, was in einer Bank vorgehe, nicht einmal die eigene Führung, sagte Smith, der früher selbst als Bankenanalyst für das britische Finanzhaus Barclays gearbeitet hat. Seit der Erfindung der Derivate in den 1980er Jahren sei zudem keine vernünftige Risikoanalyse mehr möglich. Selbst Banken, die nur Einlagengeschäfte machen, hätten mit dem Systemrisiko zu leben. "Es ist ein tödlicher Sektor." (fp)