Die lebende Börsen-Legende Warren Buffett macht normalerweise mit seinen Investments auf der ganzen Welt Schlagzeilen. Jetzt nutzt der Multimilliardär sein Renommée für einen politischen Zweck: Gemeinsam mit einer Reihe an US-Topmanagern und Prominenten aus der Unterhaltungsindustrie protestiert er derzeit gegen die neuen US-Wahlgesetze, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Die Kritiker werfen den Republikanern, die die Wahlrestriktionen vorantreiben, vor, damit schwarze US-Wähler zu diskriminieren.

Die neuen Wahlgesetzte wurden im März bereits im Bundesstaat Georgia verabschiedet. Sie sehen eine geringere Zahl an Briefkästen für Stimmzettel vor, verlangen von Wählern zusätzliche Angaben zu ihren Ausweisen und verbieten es Wartenden in Schlangen vor Wahllokalen, Erfrischungen anzunehmen. Andere Bundesstaaten, darunter Texas, sehen ähnliche Gesetzesänderungen vor. Eine Koalition aus Unternehmensgrößen und Stars – darunter Größen wie George Clooney oder Leonardo DiCaprio – will nun Druck auf die Republikaner ausüben. 

Wirtschaft vs. Politik
Auch eine Gruppe aus 72 schwarzen Managern protestiert laut FAZ gegen die Wahlrichtlinien und fordert Unternehmen dazu auf, Widerstand zu leisten – darunter Merck & Co-Vorstandschef Kenneth Frazier und ehemaliger American-Express-Vorstandsvorsitzender Kenneth Chenault. Die Fluggesellschaft Delta Air Lines und der Getränkekonzern Coca-Cola haben die Wahlrestriktionen bereits kritisiert. Im Gegenzug hagelte es dafür Kritik von den Republikanern und einen Aufruf zum Boykott dieser Unternehmen von Ex-Präsident Donald Trump. (fp)