Der BVI bricht für die Fondsbranche eine Lanze und fordert angesichts der Covid-19-Pandemie einen weiter verlässlichen und transparenten Handel an den geregelten Aktienmärkten: "Die Börsen müssen offen bleiben. Ihr Zweck ist der Handel, und zwar in guten wie in schlechten Zeiten. Darauf müssen sich die Unternehmen und Investoren weltweit verlassen können“, lässt BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter per Presseaussendung wissen.

Damit erteilt Richter Forderungen nach einer vorübergehenden Börsenschließung eine Absage. "Funktionierende Kapitalmärkte erfüllen gerade in Krisenzeiten eine wichtige Funktion für Unternehmen und Investoren, die mehr denn je einen ungehinderten Zugang zu Kapital benötigen.“ Gegen einen ungeordneten Kursverfall oder volatile Spitzen hätten die Börsen genügend Schutzmechanismen.

Schattenbörsen wären lachende Dritte
Vereinzelte oder vorübergehende Schließungen seien laut dem Verbandsoberen wirkungslos, weil der Handel in einem globalen Markt auf andere Plattformen ausweichen würde. Regulierer und Gesetzgeber weltweit müssten daher ein klares, unmissverständliches Signal senden, dass die Finanzmärkte als Reaktion auf die Pandemie nicht geschlossen würden.

Richter betont abschließend: "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die globalen Finanzströme weiter fließen." Der BVI-Hauptgeschäftsführer ist mit seiner Forderung in guter Gesellschaft: US-Finanzminister Steven Mnuchin, Bank of England-Gouverneur Andrew Bailey, AMF-Vorsitzender Robert Ophèle und Jay Clayton, der Chef der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC, hatten sich jüngst ebenfalls gegen eine Schließung von Börsen gewandt. (aa)