Star-Investor Ray Dalio ist für seine Abneigung gegen hohe Bargeldreserven bekannt. Seiner Haltung verlieh er kürzlich in einem in dem Karrierenetzwerk LinkedIn veröffentlichten Blogpost Nachdruck, berichtet das Portal finanzen.net: "Cash ist und bleibt Trash", erklärte der Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates in dem Beitrag. Sich Geld zu leihen und es als Vermögenswert zu halten oder Fremdkapital aufzunehmen, um damit zu investieren, sei sinnvoller als eine hohe Cash-Position aufzubauen.

In seiner Analyse des Kapitalmarktumfelds kommt Dalio einmal mehr zu dem Schluss, dass sich auch Anleihen nicht lohnen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er Bond-Käufer für verrückt erklärt. Nun legt der Hedgefonds-Star nach: Das Investieren am Rentenmarkt habe seinen wirtschaftlichen Nutzen verloren, schreibt er. In US-Staatsanleihen müsse man mehr als 500 Jahre investiert bleiben, um unter Berücksichtigung der Inflation auch nur sein initiales Investment wieder herauszuholen. Eine Rendite hätte man dann immer noch nicht erzielt. In Europa oder Japan dürfte ein heute getätigtes Staatsanleihen-Investment sogar nie wieder dieselbe Kaufkraft erlangen wie zum Zeitpunkt der Anlage.

Der Teuerung ein Schnippchen schlagen
Statt Geld in Anleihen zu stecken, sollten Investoren besser "etwas kaufen – irgendetwas –, was genauso viel Wert hat wie die Inflation oder mehr", so Dalio. Er wird in seinem Blog-Beitrag noch konkreter und schließt dabei auch Bargeld plötzlich nicht mehr völlig aus: "Ich glaube, ein gut diversifiziertes Portfolio bestehend aus Eigenkapital-Instrumenten sowie Dollar-unabhängigen Assets und einer kurzfristigen Cash-Position ist gegenüber einem traditionellen Mix aus Aktien/Anleihen, der stark vom US-Dollar abhängt, zu bevorzugen", schreibt er. (fp)