Die gesetzliche Rente wird nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. So viel ist den meisten Bundesbürgern klar. Dennoch sorgen die wenigsten Deutschen privat vor. Der Sozialflügel der CDU, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), will das ändern und plant, die private Altersvorsorge verpflichtend zu machen. Auf dem CU-Parteitag Ende November will die CDA ihren Antrag mit dem Titel "Private Altersvorsorge stärken" zur Abstimmung stellen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Die private Vorsorge soll nach Willen der CDA zwar Pflicht werden, Bundesbürger sollen aber weiterhin die Wahl haben, für welches Modell sie sich entscheiden. Der Antrag greift Ideen anderer CDU-Gliederungen auf – zum Beispiel die Deutschlandrente aus Hessen oder das Vorsorgekonto aus Baden-Württemberg. Zudem will die CDA ein staatlich organisiertes Standard-Anlageprodukt einführen, das überhöhte Abschluss- und Verwaltungskosten verhindern soll.

Kein Abzug vom Bruttolohn
Dabei soll es sich laut FAZ um eine aktienbasierte Anlage ohne Garantieleistung handeln. Die Verwaltung soll ein privater Dienstleister übernehmen, der von einem öffentlichen Träger gesteuert und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) kontrolliert wird. Die Beiträge für die Altersvorsorge sollen dem Arbeitnehmer vom Nettolohn abgezogen und von den Betrieben abgeführt werden. Einen Abzug vom Bruttolohn lehnt die CDA der Zeitung zufolge ab, um die gesetzliche Rente nicht zu schmälern. (fp)