Die New Yorker Börse hat ihre Ankündigung zurückgezogen, die Aktien von China Mobile, China Telecom und China Unicom vom US-Handel auszuschließen. Als Begründung teilte die Nyse lediglich mit, sie verfolge den Plan nach Rücksprache mit den Regulierungsbehörden nicht weiter. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Die geplanten Börsenausschlüsse gehen auf eine Anordnung des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump zurück, wonach US-Investitionen in Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär gestoppt werden sollen. Die führenden Indexanbieter S&P, MSCI und FTSE Russell sowie die Technologiebörse Nasdaq hatten daraufhin chinesische Unternehmen aus ihren China-Indizes herausgenommen. 

Verbot auch für Tochterfirmen
Neben den drei chinesischen Telekommunikationsriesen sind zahlreiche weitere chinesische Unternehmen von den US-Sanktionen betroffen. In einer Stellungnahme vom 28. Dezember ließ US-Außenminister Mike Pompeo verlauten, dass es börsennotierten Indexfonds und anderen Fonds verboten ist, Aktien zu besitzen, die auf den vom US-Verteidigungsministerium geführten schwarzen Listen stehen. Dieses Verbot gilt auch für Tochterfirmen, an denen diese Unternehmen mehr als 50 Prozent der Anteile halten. Alle Papiere dieser Art müssen bis zum 11. November 2021 verkauft werden. (fp)