Gold hat im ausklingenden Jahr die Schlagzeilen dominiert: Dutzende Allzeithochs und eine der stärksten Jahresperformances seit den späten 1970er Jahren unterstreichen die außergewöhnliche Rally. Doch der Höhenflug könnte sich dem Ende nähern, heißt es in einem "CNBC"-Bericht.

Nach Einschätzung von Max Layton, Global Head of Commodities Research bei Citi, dürfte das Edelmetall im Jahr 2026 an Schwung verlieren. Mehrere zentrale makroökonomische Treiber, die den Goldpreis zuletzt gestützt hätten, ließen allmählich nach.

Wichtigste Unterstützungsfaktoren verlieren an Bedeutung
Layton erklärte gegenüber "CNBC-TV18", dass eine Kombination aus starker institutioneller Nachfrage, geopolitischen Risiken sowie einem Rückgang des US-Dollar-Index den Goldpreis in diesem Jahr in die Höhe getrieben habe, von rund 2.600 Dollar Anfang des Jahres auf zuletzt zeitweise mehr als 4.500 Dollar.

Doch mit der weitgehend abgeschlossenen Neuausrichtung der US-Zollpolitik unter US-Präsident Donald Trump und einer sich aufhellenden Stimmung hinsichtlich des US-Wachstums verliere einer der wichtigsten Unterstützungsfaktoren für Gold an Bedeutung, so Layton.

Neutral bis vorsichtig: Citi senkt Ausblick
Citi hat seine Einschätzung für die kommenden sechs bis zwölf Monate inzwischen auf neutral bis leicht negativ angepasst. "Unsere Sorge ist nicht, dass Gold stark fällt, sondern dass es nicht weiter steigt", sagte Layton.

Im Basisszenario von Citi könnte der Goldpreis bis Ende 2026 auf 3.600 bis 3.800 Dollar je Feinunze zurückgehen, heißt es in dem Bericht. (mb)