Zurück auf Los: Sämtliche Commerzbank-Manager der zweiten Führungsebene müssen sich neu auf ihre Jobs bewerben, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Im Februar, kurz nachdem Vorstandschef Manfred Knof die neue Konzernstrategie vorgestellt hatte, kündigte die Bank bereits an, die Zahl der Bereichsvorstände schrumpfen zu wollen. Die Stellen, die auf dieser Ebene im Rahmen des Umbaus erhalten bleiben, werden nun neu ausgeschrieben, sagte Vorstandschef Knof in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die bisherigen Job-Inhaber werden also mit externen wie internen Interessenten konkurrieren müssen.

Wie viele Manager von der Neustrukturierung der zweiten Führungsebene betroffen sind, verriet Knof nicht. Klar ist aber, dass Deutschlands viertgrößte Geschäftsbank Ernst macht mit ihrem Sparkurs. Weltweit sollen 10.000 Stellen wegfallen, in Deutschland trifft es jeden dritten Job. In der vergangenen Woche hatte sich die Commerzbank mit Arbeitnehmervertretern auf einen umfangreichen Sozialplan geeinigt, der unter anderem Vorruhestandsregelungen vorsieht. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nach Möglichkeit nicht geben. (fp)