Dass Regierungen und Notenbanken angesichts der massiven konjunkturellen Einbrüche infolge von Lockdowns und Reisebeschränkungen mit milliardenschweren Stützungsmaßnahmen reagieren, ist wohl "alternativlos". Ohne diese Unterstützungszahlungen an Unternehmen und Arbeitnehmer würden wir uns heute in einer Weltwirtschaftskrise befinden. Allerdings war dieses Geld natürlich nicht da, sondern musste in Form neuer Schulden bereitgestellt werden. Angesichts der Tatsache, dass die Verschuldung etlicher Länder bereits vor der Pandemie hoch war, lösen die zusätzlichen Verbindlichkeiten – trotz der historisch niedrigen beziehungsweise negativen Zinsen – auch Ängste aus.

Für die Finanzberatung ist dies ein wesentliches Thema, denn einerseits lösen diese neuen Staatsschulden Bedenken hinsichtlich der Bonität einiger Staaten aus, und andererseits findet aus diesem Grund auch eine Flucht in Sachwerte wie Immobilien, Aktien und Edelmetalle aus. Diese Zuflüsse haben die Bewertungen aufgebläht, was die Gefahr stärkerer Rückschläge erhöht. Fest steht, dass man sich als professioneller Marktteilnehmer mit dieser Problematik befassen muss, um Kundenfragen beantworten zu können.

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