Schwarm--Anlagen sind ist ins Gerede gekommen. Der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVR) beschäftigte sich im Juli mit Crowdinvesting und kritisierte wie berichtet die dafür vorgesehenen Ausnahmen im Kleinanlegerschutzgesetz. Er fordert, dass Crowdinvesting schnell als Finanzinstrument nach dem Wertpapierhandelsgesetz geregelt wird und entsprechende Plattformen unter die Aufsicht der Bafin gestellt werden. Der Bundesverband Crowdfunding ist damit nicht einverstanden. Er fordert die Regierung stattdessen auf, "die Evaluierung des Kleinanlegerschutzes zu nutzen, um den Crowdfunding-Markt weiterzuentwickeln".

Bisher verdienen die Plattformen übrigens kaum Geld. Sie benötigen mehr Umsatz, den sie allein über das Internet nur mit Mühe erreichen. Darum knüpfen inzwischen auch immer mehr Crowdinvesting-Plattformen Kontakte zu externen Vertrieben.

FONDS professionell hat erneut führende Plattformen zu ihrer Vertriebsstrategie befragt. Das Ergebnis ist ein aktualisierter Überblick zu den Unternehmen, die mit Beratern, Vermittlern und Vermögensverwaltern kooperieren. "Es reicht nicht, nur eine funktionierende Plattform zu haben und auf hohe Zugriffszahlen zu setzen", meint Simon Brunke, Vorstand von Exporo. Seiner Meinung nach wollen Kunden, die öfter und mehr als nur 100 oder 250 Euro zu investieren bereit sind, durchaus von Beratern begleitet werden. Die dürfen nur dann unterstützend eingreifen, aber nicht abschließen, wenn das Crowdinvestment die Ausnahmen des Kleinanlegerschutzgesetzes nutzt. Liegt ein Vermögensanlagenprospekt vor, ist das anders. Der lohnt sich aber nur für Projekte, die eine oder besser zwei Millionen Euro einwerben sollten. (ae)


Den ausführlichen Bericht und die exklusive Übersicht über diverse Crowdinvestment-Plattformen lesen Sie in Heftausgabe 3/2016 von FONDS professionell, die den Abonnenten in diesen Tagen zugestellt wird.