Der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist wahrscheinlich nicht von Dauer – davon geht zumindest der Fondsanbieter Danske Invest aus. "Wir erwarten, dass der Rückenwind in den kommenden Monaten nachlässt und die Unsicherheit zunimmt", sagt Bo Bejstrup Christensen, Chefanalyst von Danske Invest. Deshalb habe der Fondsanbieter sich dazu entschlossen, den Aktienanteil in seinen Mischfonds von übergewichtet auf neutral zu reduzieren. "Dieses Mal stoßen wir hauptsächlich Aktien aus Schwellenländern ab", so Christensen.

Zwar ist das Wachstum in den USA gestiegen, auch in der Eurozone ist die Konjunktur stabil. "Leider rechnen wir allerdings mit einem niedrigeren Wachstum in China", sagt Christensen. Der Immobilienverkauf im Riesenreich sei innerhalb von nur vier Monaten um 35 Prozent gestiegen, und die Steigerungsrate der Immobilienpreise auf Landesebene habe sich auf Jahresbasis auf mehr als zehn Prozent beschleunigt – in einigen Städten sogar auf fast 50 Prozent. In Kombination mit dem zielgerichteten Versuch, die Aktivität in den am stärksten überhitzten Segmenten herunterzufahren, rechnet Danske Invest nun mit zurückgehenden Immobilienverkäufen gegen Jahresende. 

Gegenwind aus China
In Zukunft sei deshalb mit wesentlich mehr Gegenwind aus China zu rechnen, so Christensen. Die Konjunkturentwicklung in den USA werde unterdessen stark genug sein, die Arbeitslosigkeit weiter zu senken. "Somit muss die US-Zentralbank die Ärmel hochkrempeln und die Zinsen im weiteren Jahresverlauf erhöhen. Daher sehen wir weniger positive Treiber für riskante Vermögenswerte, weshalb wir jetzt eine neutrale Aktiengewichtung bevorzugen." (fp)