Investoren sollten bei ihren Anlageentscheidungen auch die IT-Strukturen von Unternehmen berücksichtigen. Cyberangriffe fügen Unternehmen Jahr für Jahr erheblichen Schaden zu, sagt Tine Choi, Chefstrategin bei Danske Invest. Eine Untersuchung von PwC zeigt, dass sechs von zehn Unternehmen schon einmal Opfer eines Cyberangriffs wurden. Fast 40 Prozent der betroffenen Unternehmen gaben an, dass sie dadurch nicht nur herbe finanzielle Verluste erlitten, sondern auch Kunden verloren haben – und dass ihre Marke Schaden genommen hat.

Der Bedarf nach neuen Technologien, die vor Cyberattacken schützen können, nimmt zu. "Der Trend ist klar: Es wird immer mehr in IT-Sicherheit investiert", sagt Choi. Im Jahr 2004 gaben Unternehmen weltweit laut dem Research- und Analyseunternehmen Cybersecurity Vendors insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar für IT-Sicherheit aus. Die Ausgaben stiegen zum Jahr 2017 auf 120 Milliarden US-Dollar. Cybersecurity Vendors erwartet, dass sie sich bis 2021 um weitere 12 bis 15 Prozent erhöhen – pro Jahr.

Auch Privatpersonen sollten IT-Risiken im Blick haben
Unternehmen werden immer digitaler. Damit dürfte auch ihr Risiko weiter steigen, Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Anleger sollten diesen Trend für sich arbeiten lassen, rät Choi. Zugleich sollten sie aber auch ihre eigene Datensicherheit im Blick behalten. "Wir als Verbraucher müssen uns leider auch immer intensiver mit Datensicherheit auseinandersetzen", sagt die Strategin. Die Zeiten, in denen ein Passwort für alle Geräte und Online-Dienste ausreichte, sind vorbei. (fp)