Im September treten zehn neue Mitglieder der exklusiven Dax-Mannschaft bei, die damit von 30 auf insgesamt 40 Titel anwächst. Eine wichtige Verbesserung, schreiben die Vermögensverwalter der DWS Group. Nach der Erweiterung wird der Index 80 Prozent der Marktkapitalisierung des regulierten Marktes abdecken – bisher waren es nicht einmal zwei Drittel. Damit stößt Deutschlands wichtigstes Marktbarometer endlich in Richtung des amerikanischen "Überindizes" S&P 500, könne ihn aber dennoch nicht ganz das Wasser reichen, so die DWS-Experten. 

Die 500 US-Unternehmen decken schlichtweg mehr Sektoren ab als das deutsche Pendant. Und auch was die Performance angeht, hat der S&P 500 klar die Nase vorn: Rechnet man die Dividenden in den Kursindex mit ein, hat er sich seit Anfang 2000 verviereinhalbfacht – der Dax lediglich verdoppelt. Dennoch dürften die neue Größe und Vielfalt des Dax mehr internationale Geldgeber anziehen, meint die DWS. Ihre Begründung: Die neuen Dax-Titel kommen aus dem wachstumsstarken MDax. Dieser verliert zehn seiner insgesamt 60 Unternehmen.

Nebentitel bieten hohes Potenzial
Es sind genau diese Nebenwerte des MDax, die laut der Analysten das größte Renditepotenzial bieten. Während es der Topperformer im Dax in den vergangenen zwölf Monaten auf ein Kursplus von 80 Prozent gebracht hat, konnten sich gleich vier Titel im MDax verdoppeln. Im weniger regulierten Wachstumssegment "Scale" haben sich sogar fünf Papiere mehr als verdreifacht. (fp)