Am Markt für Technologieaktien ist aktuell keine Blasenbildung zu erkennen, erklärt der Fondsanbieter Degroof Petercam. Vor fast zwei Jahrzehnten platzte die sogenannte Dotcom-Blase – und von dieser Erinnerung müssten Anleger sich allmählich freimachen, rät Quirien Lemey, Portfoliomanager bei Degroof Petercam: "Das globale Universum an Technologieaktien ist heute fundamental ein ganz anderes als zu Beginn des Jahrtausends", sagt Lemey. 

Man müsse nun zwischen Old Tech und New Tech differenzieren. Vor dem Platzen der Dotcom-Blase hätten die Bewertungen vielfach auf heißer Luft basiert. "Heute hingegen gehören Technologiefirmen zu den ertragsstärksten Unternehmen. In der Folge stimmen dann auch häufig die anderen Kennzahlen."

Solide "Old Techs"
Als Beispiele nennt Lemey Apple, Microsoft und andere Softwareentwickler. Diese seien in der Regel etablierte Unternehmen und neigten dazu, wahre "Cash-Cows" zu sein – bei relativ niedrigen Bewertungen. Bei stark wachsenden jungen Technologieunternehmen, wie zum Beispiel Uber, rät er allerdings zur Vorsicht. Im Segment der "New Techs" sieht der Portfoliomanager tatsächlich in einigen Teilen Merkmale einer sich möglicherweise abzeichnenden Bewertungsblase. So seien etwa die Aktien von Snap beim Börsengang zu utopischen Preisen gehandelt worden. So könnten sich irrationale Bewertungen aufbauen. (fp)