Seit dem Sommer 2020 sind sowohl der Gold- als auch der Silberpreis gefallen. Nun aber könnte die Korrektur weitestgehend abgeschlossen sein, glaubt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Degussa Goldhandel. Kurzfristig könnten die Metalle zwar noch im Preis schwanken. Anleger, die ihrem Portfolio mehr Gold oder Silber beimischen wollen, sollten darin aber eine Kaufchance sehen: Langfristig sei das aktuelle Preisniveau nämlich attraktiv, betont Polleit.

Der Ökonom begründet seine Prognose unter anderem mit der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. Für ihn besteht kein Zweifel daran, dass die US-Notenbank Fed ihre extrem expansive Geldpolitik fortführen wird, bis eine substanzielle Verbesserung der US-Wirtschaft zu sehen ist. "Diese Währungspolitik läuft auf eine Entwertung des Geldes hinaus", sagt Polleit. Die Ausweitung der Geldmenge dürfte neben den Edelmetall-Preisen auch die Preise für Konsumgüter sowie Vermögen wie Aktien, Häuser und Grundstücke beflügeln. (fp)