Hohe Dividenden sind weder die besseren Zinsen, noch können sie diese ersetzen. "Zwar sind die Renditen von Dividenden im Vergleich zu den Zinsen von Bundes- oder Unternehmensanleihen oft sehr erfreulich", sagt Ilga Haubelt, Portfolio Managerin bei Deka. Die höchste Ausschüttungssumme nütze aber wenig, wenn der Kurs zugleich auf Sinkflug geht.

Das zeigt unter anderem das Beispiel Daimler. 2018 hat der Automobilhersteller 3,65 Euro Dividende pro Aktie gezahlt, das entsprach damals einer Rendite von rund fünf Prozent. Derzeit liegt die Dividendenrendite bei rund 7 Prozent – aber nur weil die Aktie im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist. Die Anlageexpertin hält es für möglich, dass Daimler die Dividende sogar kürzen wird. „Dann sitzen die Aktionäre auf Kursverlusten und erhalten eine geringere Dividende als erhofft“, sagt Haubelt.

Dividenden stabilisieren das Portfolio
Anleger können ihr Risiko allerdings senken, wenn sie auf Qualitätsaktien setzen. "Nachhaltig ausschüttungsorientierte Firmen stabilisieren über die Zeit gesehen ein Börseninvestment", sagt Haubelt. In diesem Jahr erwartet die Deka ein weiteres Rekordjahr bei der Dividendenhöhe.

Allein deutsche Unternehmen dürften rund 52,4 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten, rund acht Milliarden mehr als im Vorjahr. Damit haben sich die Gewinnbeteiligungen für Aktionäre seit dem Jahr 2009 in etwa verdoppelt. (fp)