Öl könnte auf 150 bis 200 US-Dollar je Barrel steigen, falls die nahezu vollständige Schließung der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs in den kommenden sechs bis acht Wochen anhält. Das erklärte die Energieberatungsfirma Facts Global Energy (FGE).

"Jede Woche bleiben 100 Millionen Barrel Öl auf der Strecke – und jeden Monat sind es 400 Millionen Barrel", sagte FGE-Gründer und -Chairman Fereidun Fesharaki am Dienstag (31.3.) gegenüber "Bloomberg Television". "Über einen gewissen Zeitraum hinweg werden diese Verluste für den Markt astronomisch sein."

Krieg treibt Ölpreise nach oben
Die Ölpreise sind in diesem Monat deutlich gestiegen, da der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran den Nahen Osten erschüttert. Die Straße von Hormus ist für alle bis auf wenige Schiffe geschlossen, während Produzenten im Persischen Golf Millionen Barrel täglicher Förderung stillgelegt haben.

Öl-Futures zeigten sich am Dienstag (31.3.) volatil: Ein erneuter Angriff auf einen Tanker trieb die Preise nach oben – doch die Meldung, wonach US-Präsident Donald Trump bereit sei, den Einsatz auch bei weiterhin geschlossener Meerenge zu beenden, erhöhte die Risikobereitschaft der Anleger.

Trump-Aussage "spielt keine Rolle"
Fesharaki wies verbale Interventionen – darunter auch Aussagen von Präsident Trump über ein mögliches Ende des Konflikts – als wenig wirksam zurück. Entscheidend sei die tatsächliche Angebotslage. "Der Markt wird ersticken, und die Preise werden steigen", sagte er. "Es spielt keine Rolle, was der Präsident auf politischer Ebene sagt." (mb/Bloomberg)