Viele Bundesbürger bleiben den Kapitalmärkten fern, weil sie meinen, nicht über das nötige Finanzwissen zu verfügen. Berater bei Banken, Sparkassen und unabhängigen Anbietern können helfen, Ängste und Vorurteile rund um Aktien und Geldanlage abzubauen – jedoch nur, wenn Anleger sie auch aufsuchen. Das ist aber in vielen Fällen nach wie vor nicht der Fall, zeigt eine Umfrage der Fondsgesellschaft J.P. Morgan AM.  

Demnach hat lediglich ein Viertel der 971 Befragten ab 18 Jahre schon einmal einen Finanzberater konsultiert. Vom Rest gaben 18 Prozent an, dass sie offen für eine solche Beratung sind und sich für 2021 Unterstützung wünschen. Von den 27 Prozent, die bereits Kunden einer Finanzberatung sind, haben 16 Prozent aktuell keinen Beratungsbedarf, 11 Prozent würden sich aber für die finanzielle Planung im kommenden Jahr gern beraten lassen.

Nachhaltigkeit ist gefragt
Immerhin: Allen Pandemiesorgen zum Trotz wollen viele Deutsche 2021 ihre eigene finanzielle Zukunft aktiv gestalten – und verfolgen dabei verschiedene Strategien. 20 Prozent wollen Geld auf dem Sparbuch zurücklegen. 18 Prozent gaben an, einen Fonds- oder Wertpapiersparplan abschließen und damit regelmäßig Geld anlegen zu wollen. Weitere 15 Prozent der Befragten planen, Kapital an der Börse anzulegen. Und 14 Prozent interessieren sich für nachhaltige Geldanlagen und wollen ihr Vermögen nicht nur vermehren, sondern damit gleichzeitig etwas Gutes tun. (fp)