Die Deutsche Bank steigt beim Hamburger Finanztechnologie-Unternehmen Deposit Solutions ein und übernimmt knapp fünf Prozent der Anteile, wie es in einer Presseaussendung heißt. Das Frankfurter Geldhaus sicherte sich demnach einen Anteil von 4,9 Prozent an der Firma, die unter anderem die Zinsplattformen Savedo und Zinspilot betreibt. "Das ist für uns eine Finanzbeteiligung, es geht nicht um strategischen Einfluss", zitiert das Handelsblatt Markus Pertlwieser, Digitalchef der Privatkundensparte der Deutschen Bank. Der Dax-Konzern seinerseits betreibt auf Basis der Deposit-Solutions-Technologie sein Angebot namens Zinsmarkt, über welches Sparer an andere Institute vermittelt werden. 

Für die Deutsche Bank ist es bislang eines der größten Fintech-Investments. Deposit Solutions seinerseits ist nach dem Abschluss der jüngsten Finanzierungsrunde mehr als eine Milliarde Euro wert, berichtet das Handelsblatt weiter mit Verweis auf eine Pflichtmitteilung der Beteiligungsfirma Finlab, die ebenfalls an Deposit Solutions beteiligt ist. Damit wäre das Fintech neben der Smartphonebank N26 das zweite junge Technologie-Unternehmen hierzulande, das mehr als eine Milliarde Euro wert ist.

Kaufpreis nicht komplett in bar
Wie viel genau die Deutsche Bank für ihre Anteile zahlt, ist unklar. Über die Investitionssumme vereinbarten beide Partner Stillschweigen. Generell muss die Bank den Kaufpreis nur knapp zur Hälfte in bar begleichen, berichtet das Handelsblatt. Für den Rest müsse die Bank bestimmte Leistungsindikatoren erfüllen – etwa, was das vermittelte Einlagenvolumen anbelangt oder den Zugang zu weiteren Kunden. (fp)