Kaum ein Schmuckstück steht so sehr für Reichtum wie Diamanten. Anleger, die auf die glitzernden Steine setzen, riskieren allerdings einen Realitätsschock, schreibt die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Der Blick auf die Preisentwicklung eines einkarätigen geschliffenen Diamanten zeigt, dass der Wert stark schwankt: Nach der Finanzkrise etwa zog der Preis stark an, nur um wenige Zeit später umso stärker wieder zu fallen.

Hinzu kommt: Rohdiamanten sind längst nicht mehr so selten, wie viele Investoren denken. Die Rohdiamantenförderung hat in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugelegt, zudem sind einige Anbieter mittlerweile in der Lage, die Steine künstlich und dakit täuschend echt herzustellen. "Gewöhnliche Anleger dürften in den vergangenen 15 Jahren wohl nur mit Glück und einem guten Händchen etwas mit einem entsprechenden Investment verdient haben", heißt es in der NZZ.

Schmuck unterliegt der Mode
Diamanten haben im Vergleich zu Aktien oder Anleihen weitere Nachteile: Sie liefern keine laufenden Erträge und verursachen Lagerkosten, weil sie diebstahlsicher verwahrt werden müssen. Außerdem sind Schmuckstücke mit Diamanten wegen ihrer Einzigartigkeit schwer handelbar und unterliegen zudem der Mode: Was heute "in" ist und entsprechend hohe Preise erzielt, kann morgen schon wieder altbacken sein und nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises erzielen. (fp)