Tiefwasserwellen entstehen in Tiefen von rund 200 Metern oder mehr. Zu Beginn sind sie ausgedehnt und werden immer schneller. Während sie sich an den Konturen des Meeresbodens entlangschlängeln, ändert sich ihre Form ständig. Sie vereinigen sich mit anderen Wellen und werden so immer größer. Je nach dem Gefälle des Strands und der Ausformung des Meeresbodens werden Kraft, Strömung und Geschwindigkeit von Tiefwasserwellen entweder abgeschwächt oder intensiviert. Oberflächlich betrachtet sind sie kaum zu sehen – und ihr Wirkungspotenzial kann daher leicht falsch eingeschätzt werden.

"In dieser Hinsicht sind sie langfristige Faktoren, mit denen sich Investoren konfrontiert sehen, sehr ähnlich", schreibt Kim Catechis, Anlagestratege des Franklin Templeton Investment Institute. Diese mächtigen "Wellen" werden einen fundamentalen Wandel der wirtschaftlichen, politischen und öffentlichen Grundlagen für die Asset-Preise bewirken. Beschleunigt werden diese Kräfte durch die Corona-Pandemie und intensiviert durch sozioökonomischen Druck, den Klimawandel und die Geopolitik. 

Wie sich diese Wellen auf Jahre hinaus und in jedem Aspekt eines Anlageportfolios auswirken, finden Sie in unserer Fotostrecke oben. (mb)